Friedliches Miteinander und Innovation statt militärischer Machtdemonstrationen
Zum heutigen Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und friedenspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Es spricht Bände, dass der erste Besuch des Bundeskanzlers militärischen Einrichtungen der Deutschen Marine gilt. Bei allem Respekt für die Bundeswehr: Ein Staatsmann, der unser Land wirklich voranbringen will, sollte nicht auf Verstärkung von Rüstung und militärischer Präsenz setzen, sondern Zukunftsbereiche in den Blick nehmen – Innovation, Bildung, Kultur, Gesundheitswirtschaft oder erneuerbare Energien. Diese Felder schaffen Perspektiven, Wohlstand und ein friedliches gesellschaftliches Miteinander. Ein Mehr an Rüstung auf dem Meer des Friedens führt lediglich zu mehr Spannungen und befördert langfristig den ökologischen Kollaps dieses fragilen Ökosystems.
Friedrich Merz ist offenbar krampfhaft bemüht, das ramponierte Ansehen Deutschlands in Europa und der Welt aufzupolieren. Dabei demonstriert er lieber Stärke in Uniform statt Vertrauen in den Fortschritt und den Schutz der Umwelt. Vom groß angekündigten Wasserstoffumschlagplatz Rostock ist es schon lange viel zu still geworden – ein Trauerspiel. Dieses Signal ist brandgefährlich: Mecklenburg-Vorpommern wird nicht durch Kriegsschiffe und als Aufmarschgebiet für die Nato-Ostflanke zukunftsfähig, sondern durch innovatives ziviles Know-how, Klimaschutz und gute Arbeit.“
