Familien stärken ist das Gebot der Stunde
Zum Weltgesundheitstag am 7. April, der in diesem Jahr unter dem Motto „Healthy beginnings, hopeful futures" (Gesunde Anfänge, hoffnungsvolle Zukunft) steht, und die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen in den Mittelpunkt einer einjährigen Kampagne stellt, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Auch wenn wir in Deutschland über eine im weltweiten Vergleich der Länder gute Lebensqualität verfügen, benötigen Frauen und Familien auch bei uns zunehmend Unterstützung. Neben der Sicherstellung der Versorgung, den Erhalt und Ausbau der medizinischen Leistungen, geht es auch um ausreichende und geeignete Betreuungs- und Hilfeleistungen. Darüber hinaus sind eine gute Bildung sowie materielle Sicherheit von Müttern mit ihren Kindern unerlässlich. Dies gilt auch für geflüchtete Menschen.
In Deutschland und M-V sind vor allem alleinerziehende Mütter von Armut betroffen oder bedroht. Sie sind überdurchschnittlich häufig auf staatliche Hilfen angewiesen. Die gegenwärtigen Krisen verunsichern und belasten die Menschen zusätzlich. Deshalb muss es eine zentrale Aufgabe der neuen Bundesregierung sein, Familien zu stärken und ihnen Hoffnung und Zuversicht zu geben. Es ist erwiesen, dass Kürzungen im sozialen Bereich den Familien und dem gesamten gesellschaftlichen Zusammenhalt schaden.“
Hintergrund. In der ganzen Welt benötigen Frauen und Familien eine hochwertige Betreuung, die sie vor, während und nach der Geburt körperlich und emotional unterstützt. Die Gesundheitssysteme müssen sich weiterentwickeln, um die vielen gesundheitlichen Probleme zu bewältigen, die die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen beeinträchtigen. Dazu gehören nicht nur direkte geburtshilfliche Komplikationen, sondern auch psychische Erkrankungen, übertragbare Krankheiten und Familienplanung. Darüber hinaus sollten Frauen und Familien durch Gesetze und Richtlinien unterstützt werden, die ihre Gesundheit und Rechte schützen.
Kampagnenziele der World Health Organization (WHO):
- Das Bewusstsein für die Unterschiede bei der Überlebensrate von Müttern und Neugeborenen weltweit schärfen und die Notwendigkeit beleuchten, dem langfristigen Wohlergehen der Frauen Priorität einzuräumen.
- Für wirksame Investitionen eintreten, die die Gesundheit von Frauen und Babys verbessern.
- Gemeinsames Handeln zur Unterstützung von Eltern und medizinischem Fachpersonal fördern.
- Bereitstellung nützlicher Gesundheitsinformationen zu Schwangerschaft, Geburt und der Zeit nach der Geburt.
