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Facharzt-Kampagne der CDU-Fraktion ist reine Wählertäuschung

Torsten KoplinPressemeldungen

Zur aktuellen Kampagne der CDU-Landtagsfraktion gegen den Fachärztemangel im Land erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:  

„Die CDU-Fraktion beklagt mit ihrer Kampagne zum Fachärztemangel ein Problem, wofür sie selbst maßgeblich verantwortlich ist. Auf Bundesebene hat sie von 2013 bis 2021 das Gesundheitsministerium geführt und hätte die entsprechenden Weichen stellen müssen. Die konkreten Probleme existieren seit geraumer Zeit. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung insgesamt, aber auch bei der Ärzteschaft sowie der Entwicklungen in der Berufsausübung war der sich heute abzeichnende Facharztmangel absehbar. Jetzt den Eindruck erwecken zu wollen, man könne das Problem kurzfristig lösen, ist reine Wählertäuschung. Denn eine Facharztausbildung dauert zehn bis zwölf Jahre, und der Ausweitung der Facharztquote sind rechtliche Grenzen gesetzt. Das weiß auch die CDU. Sie will sich ganz nach dem Motto ‚Haltet den Dieb‘ – aus der Verantwortung stehlen.

Nicht nur im Bund, auch im Land trägt die CDU Verantwortung für verpasste Entwicklungen und unerledigte Aufgaben. Dies gilt nicht nur, aber auch für die Facharztversorgung. Schon die Enquetekommission ‚Älter werden in M-V‘ und auch meine Fraktion haben frühzeitig auf die Entwicklung aufmerksam gemacht. Nach den Antworten, die der CDU-Gesundheitsminister von 2016 bis 2021 auf Kleine Anfragen und Anträge meiner Fraktion gegeben hat, dürfte es die Probleme, die die CDU nun angehen will, gar nicht geben.

Rot-Rot handelt. So haben wir die Schulgeldfreiheit für nichtakademische Gesundheitsberufe eingeführt. Zur Behebung des Facharzt-Mangels müssen mehr Ärztinnen und Ärzte im Land gehalten werden, da wir bereits überdurchschnittlich viele ausbilden. Dies gelingt nur im Zusammenwirken von Bund, Land und Kommunen, Kassenärztlicher Vereinigung, Ärztekammern, Facharztverbänden und Krankenhäusern. Zudem müssen Krankenhäuser künftig stärker in die ambulante Versorgung eingebunden werden.“

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