Die Linksfraktion steht solidarisch an der Seite der streikenden Schüler:innen
Zu den morgigen Schüler:innenstreiks gegen die geplante Wehrpflicht erklärt der friedenspolitische Sprecher und parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Torsten Koplin:
„Wir als Linksfraktion in Mecklenburg-Vorpommern stehen solidarisch an der Seite aller Schüler:innen, die morgen gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen. Wir müssen sicherstellen, dass junge Menschen nicht unter militärischen Druck leiden und dadurch Bildungswege zwangsweise verkürzt werden müssen. Die Gründe, die einst zur Abschaffung der Wehrpflicht geführt haben, gelten heute noch: Zwangsdienste passen nicht in eine demokratische, soziale Gesellschaft, und wer Frieden will, darf junge Menschen nicht per Musterungsbescheid ‚wehrtüchtig‘ machen, sondern muss in Bildung, soziale Sicherung und Diplomatie investieren. Wir lehnen jede Form von Zwangsmaßnahmen ab – ob Wehrpflicht, ‚Dienstpflicht‘ oder versteckte Rekrutierung über Druck und Angst – und setzen stattdessen auf freiwilliges Engagement, gute Ausbildung und sichere Perspektiven.
Die Schüler:innen treten beim morgigen Streik für ihre ureigenen Interessen ein: Sie kämpfen für eine friedliche, soziale und gerechte Zukunft, in der Geld eher in Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Klimaschutz fließt als in Panzer, Drohnen und Kasernen.
In verschiedenen Städten unseres Landes werden am morgigen Tag Abgeordnete unserer Fraktion die Proteste unterstützen. In Rostock werden Jeannine Rösler und Christian Albrecht die Demonstration unterstützen, Dr. Daniel Trepsdorf in Schwerin und in Neubrandenburg der friedenspolitische Sprecher unserer Landtagsfraktion Torsten Koplin. Sie stehen Seite an Seite mit den Jugendlichen, die ‚Nein‘ zu Militarisierung und ‚Ja‘ zu mehr Demokratie und Mitbestimmung sagen. Wir fordern: keine Wiedereinführung der Wehrpflicht, keinen Zwangsdienst durch die Hintertür, stattdessen eine klare Absage an Aufrüstung, massive Investitionen in öffentliche Daseinsvorsorge und eine Außenpolitik, die Konflikte entschärft. Die Schüler:innen haben jedes Recht, laut und selbstbewusst für ihre Zukunft einzustehen.“
