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Bessere Bedingungen und Tarifschutz für Beschäftigte an den Theatern!

PressemeldungenHelmut Holter

Der 17. Oktober ist der Jahrestag der Verabschiedung des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, das auch die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft unter Schutz stellt. Im Rahmen der Aktion „40 000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“ traf sich der Schweriner Abgeordnete der Linksfraktion, Helmut Holter, mit der Schauspielerin Tina Landgraf von der Fritz-Reuter-Bühne des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und Oliver Schneider, Musiker und einst u.a. Regieassistent in Schwerin. Helmut Holter zeigte sich beeindruckt: 

„Meine beiden Gesprächspartner vermittelten mir einen sehr interessanten und informativen Blick hinter die Kulissen. So muss der uralte Tarifvertrag ‚NV Bühne Solo‘ dringend neu verhandelt werden, denn auch an den Theatern gibt es prekäre Beschäftigung und keinen tariflichen Schutz etwa für Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Leben ist gerade an Theatern ein riesiges Problem. Das Arbeitszeitgesetz wird kaum beachtet und die Wochenplanung häufig durcheinandergebracht. Festanstellungen sind eher eine Seltenheit. 

Die Zeit der Soloverträge ist doch überholt. Neue tarifliche Vereinbarungen müssen sichern, dass gleiche Gagen für gleiche Leistungen gezahlt werden. Außerdem führt der Kahlschlag an den Theatern zu einer Arbeitsverdichtung und Flexibilisierung, die zu hohen Belastungen der Beschäftigten führen.

Das Land M-V ist seit August 2016 Hauptgesellschafter des Mecklenburgischen Staatstheaters. Im neuen Koalitionsvertrag von SPD und CDU wird viel über die Stärkung der Tarifgebundenheit geschrieben. Wie sieht es denn bei den eigenen Gesellschaften aus, Herr Sellering? Die neue, alte Landesregierung muss zuerst vor der eigenen Haustür kehren.“

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