Auch Langzeitarbeitslose müssen von Entwicklung profitieren können
Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat Februar 2017 erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Helmut Holter:
„Mecklenburg-Vorpommern profitiert davon, dass die Zahl der Arbeitskräfte auch in den kommenden Jahren stärker abnimmt als die Zahl der Arbeitsplätze. Damit verbessern sich die Chancen für junge, gut ausgebildete Fachkräfte und sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Es profitieren jedoch nur diejenigen, die nur für kurze Zeit ohne Job sind.
Wer länger arbeitslos, also im Hartz-IV-Bezug oder Alleinerziehend, älter als 50 Jahre, behindert oder Migrant ist, hat kaum eine Chance auf eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Einkommen, von dem sie oder er leben kann. An diesen Menschen geht die Entwicklung am Arbeitsmarkt, die zunehmend von Fachkräftemangel geprägt ist, vorbei. Auch in M-V hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit verfestigt.
Damit das Wirtschaftswachstum bei allen Menschen ankommt, die erwerbsfähig sind, fordert meine Fraktion mehr Engagement der Landesregierung für die Langzeitarbeitslosen. Sie sollte nicht länger scheuen, konsequent öffentlich geförderte Beschäftigung für diese Menschen einzuführen. Sie dürfen bei aller Freude über die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen nicht vergessen werden.“
