Anhörung zum KiföG - Ganztag als gemeinsames Bildungsprojekt ausbauen
Zur heutigen Anhörung im Bildungsausschuss zur Novellierung des KiföG erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Jeannine Rösler:
„Die heutige Anhörung im Bildungsausschuss zur Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) hat gezeigt: Mecklenburg-Vorpommern ist auf einem guten Weg, den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder verantwortungsvoll und mit Blick auf die Bedürfnisse der Kinder umzusetzen. Die Reform schafft mehr Verlässlichkeit für Familien, stärkt die Bildungsbiografien von Kindern und trägt dazu bei, Chancengleichheit von Anfang an besser zu sichern.
Positiv hervorgehoben wurden unter anderem die hohe Fachkraftquote, die konstruktive Arbeit der Vertragskommission zum Landesrahmenvertrag, die Einführung der Ganztagskoordinatoren, die stärkere Berücksichtigung mittelbarer pädagogischer Arbeit. Gerade die Anerkennung von Vor- und Nachbereitung, Elterngesprächen und Teamarbeit wird als wichtiger Schritt für die pädagogische Praxis angesehen.
Auch die demografische Entwicklung spielte eine wichtige Rolle. Sinkende Kinderzahlen stellen Kommunen und Träger vor neue Herausforderungen, eröffnen aber zugleich Chancen, Qualität gezielt weiterzuentwickeln. Viele Sachverständige verwiesen darauf, dass diese Veränderungen klug gestaltet werden sollten – etwa durch eine bessere Fachkraft-Kind-Relation, mehr individuelle Förderung und langfristige Sicherung pädagogischer Fachkräfte.
Breite Zustimmung gab es zu dem Ziel, multiprofessionelle Zusammenarbeit, die Verzahnung von Schule und Hort sowie inklusive Angebote weiter auszubauen. Deutlich wurde der Wunsch, diese Entwicklungen im Gesetz noch klarer abzubilden und stärker zu verankern.
Die Anhörung hat insgesamt gezeigt, wie groß das Engagement aller Beteiligten für eine gute Kindertagesförderung ist. Die vielfältigen Hinweise aus der Praxis bieten eine gute Grundlage, um den Gesetzentwurf weiterzuentwickeln. Ziel bleibt eine verlässliche, hochwertige und chancengerechte Betreuung und Bildung für alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern.“
