Fußballstadien sind sicher!
Zur Frage um die Sicherheit in Fußballstadien, die auch derzeit auf der Innenministerkonferenz diskutiert wird, erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel:
„Ich betrachte die Diskussion um die Sicherheit in Fußballstadien vonseiten der Politik als Phantomdebatte, die sich im Großen und Ganzen an Einzelfällen hochzieht und eine längerfristige Entwicklung ausblendet. Unstrittig kommt es immer mal wieder zu nicht akzeptablen Vorfällen und unsportlichen Szenen auf den Rängen. Wenn dem so ist, müssen diese geahndet werden und das geschieht auch. Mir ist kein Verein bekannt, der vermeintliche Gewalttäter oder Störer mit Samthandschuhen anfasst und im Zweifel nicht auf sein Hausrecht pocht.
Wir haben doch bereits jetzt eine schizophrene Entwicklung: Während gewalttätige Auseinandersetzungen in den Stadien zurückgehen, steigt die Zahl der verhängten Stadionverbote kontinuierlich. Nun noch alle Stadionbesucher:innen mit personalisierten Tickets und Gesichtserkennungssoftware unter Generalverdacht zu stellen, schießt meilenweit übers Ziel hinaus. Auch wenn diese Maßnahmen derzeit offiziell vom Tisch sein sollen, bleibe ich skeptisch, ob nicht im Hintergrund weiter an den gesetzlichen Grundlagen hierfür gearbeitet wird.
Das beste Sicherheitskonzept entsteht nicht durch Repression, sondern im Dialog – insbesondere auch mit den aktiven Fanszenen. Andernfalls droht diese Debatte zu einem Bumerang zu werden.“
