Altersarmut wirksam bekämpfen statt Rentenbeiträge senken
Nach Ansicht des gewerkschaftspolitischen Sprechers der Linksfraktion, Henning Foerster, ist die Absenkung der Rentenbeiträge der falsche Weg. „Dies ist lediglich eine symbolischer Akt, und wird die Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger kaum stärken“, erklärte Foerster am Freitag. Bei einer Senkung des Beitragssatzes von 19,9 auf 19,4 Prozent hätte ein Durchschnittsverdiener gerade mal 6 Euro mehr im Geldbeutel.
Anstatt scheinbare Wohltaten zu verteilen, sollten die Mittel dafür eingesetzt werden, die Rente erst ab 67 zurückzunehmen, grassierende Altersarmut zu bekämpfen sowie Reha-Maßnahmen für die Reintegration von Arbeitslosen zu verstärken. „Die Anhebung des Rentenalters hat sich längst als reine Kürzungsmaßnahme erwiesen, 2010 lag das tatsächliche Alter bei 63 Jahren“, sagte Foerster. Die Rentenkürzung schlage sich auch bei Beschäftigten nieder, die aus gesundheitlichen Gründen oder fehlenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt früher aus dem Berufsleben aussteigen müssten.
„Niedrige und Niedrigstlöhne sowie über viele Jahre unterbrochene Erwerbsbiografien werden Armut im Alter noch weiter verstärken“, so Foerster. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern hat es eine massive Ausweitung des Niedriglohnsektors gegeben, die Landesregierung, die daran eine Mitverantwortung trägt, muss alles dafür tun, Altersarmut zu bekämpfen.“
