Frauen wollen Sekt und Primeln – vor allem aber tatsächliche Gleichstellung

Elke-Annette SchmidtPressemeldungen

Zum Beschluss des Kabinetts zur Anpassung des Feiertagsgesetzes, um den internationalen Frauentag am 8. März zum Feiertag zu machen, erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt:

„Ab kommenden Jahr ist es so weit, der Tag des Kampfes um die Gleichstellung der Geschlechter wird gesetzlicher Feiertag.

Selbstverständlich lassen sich die Frauen an diesem Tag gerne verwöhnen, mit Kaffee und Kuchen, Sekt und Primeln. Wichtiger als das Feiern und Verwöhnt-Werden ist allerdings, dass der Frauentag als Kampftag für die Gleichstellung der Geschlechter immer noch aktuell ist.

Immer noch liegt die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen bei über 20 Prozent. In den Führungsetagen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist die Luft für Frauen sehr dünn, in den Parlamenten sind sie bei weitem unterrepräsentiert. Frauen leisten nicht nur zum großen Teil die unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit zu Hause, schmeißen den Haushalt und kümmern sich um die Kinder und zu pflegende Angehörige. Sie sind es auch, die das Gros der Pflegekräfte in Krankenhäusern sowie den Senioren- und Pflegeheimen stellen und die Erziehungsarbeit in den Kitas leisten. Diese für die Gesellschaft ungeheuer wichtigen Leistungen sind seit Jahrzehnten unterbezahlt.

Es ist gut, dass wir künftig am 8. März mehr Zeit haben werden, auf diese und weitere bestehende Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Sie müssen endlich beseitigt werden. Der gesetzliche Feiertag wird ein Baustein auf dem noch langen und steinigen Weg zu einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter. Ohne diese kann und wird es keine gerechte Gesellschaft geben.“