Nationalismus, Rassismus, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit überall entgegenstellen

Zu dem rassistischen Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, das sich in dieser Woche zum 31. Mal jährt, erklärt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Michael Noetzel:

„Der 22. August markiert den Auftakt des rassistischen Pogroms von Rostock-Lichtenhagen, das zum Symbol für Menschenfeindlichkeit, Rassismus und rechtem Terror im wiedervereinigten Deutschland wurde. Nur dem Mut und Überlebenswillen und nicht zuletzt dem Zufall war es geschuldet, dass in diesen mörderischen Tagen niemand getötet wurde.

Eine Folge des Pogroms war die faktische Abschaffung des Rechts auf Asyl durch die Mehrheit des Deutschen Bundestages. Welch fatale Täter-Opfer-Umkehr! Es darf nie wieder geschehen, dass humanistische Grundwerte unter dem Druck der Feinde der Demokratie geopfert werden.

Wir werden nicht nur in diesen Tagen der Opfer gedenken. Jeden Tag müssen wir uns dem erstarkenden Nationalismus, Rassismus, Demokratie- und Menschenfeindlichkeit entgegenstellen.

Meine Fraktion begrüßt es, dass neben den dezentral in der Stadt verteilten Gedenkstelen nun auch am Rostocker Rathaus an das Pogrom von 1992 erinnert wird. Mit der Installierung der Tafel hat das unwürdige Gezerre um das Andenken an diesem wichtigen Ort, an dem Bürgerschaft und Stadtverwaltung zusammentreffen, ein Ende. Die Tafel soll Mahnung an dem Ort sein, wo maßgebliche Entscheidungen für die Stadt getroffen wurden und werden.“