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Kinder- und Jugendtourismus darf nicht auf dem Abstellgleis landen

Zur Antwort auf die Kleine Anfrage „Situation der Kinder- und Jugendübernachtungsstätten in M-V“ und zur zeitweisen Schließung von sechs Häusern des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), erklärt der tourismuspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

 


„Die Situation im Kinder- und Jugendtourismus ist in M-V seit Jahren angespannt. In vielen Einrichtungen besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Aus eigener Kraft ist dieser für viele Übernachtungsstätten nicht aufzulösen. Dies führt auch zu mangelnder Attraktivität und damit zu rückläufigen Zahlen bei den Klassenfahrten aus anderen Bundesländern, Einrichtungen müssen schließen.

Die Landesregierung hat dem Einrichtungssterben nahezu tatenlos zugesehen. Sie hat die Koordinierungsstelle abgewickelt und eine Investitionsoffensive abgelehnt. Auch die interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) zum Thema fristet ein Schattendasein, die letzte Beratung ist eineinhalb Jahre her. Ein Konzept für die Zukunft liegt nicht vor, Jahr für Jahr verschwinden Häuser in attraktiver Lage, die vor allem Kindern und Familien mit geringem Einkommen zur Erholung dienten. Die Corona-Krise droht diesen Prozess zu beschleunigen, denn die Absage aller Klassen- und vieler Gruppen- sowie Vereinsfahrten führt zu dramatischen Einnahmeausfällen. Um wenigstens für Familien wieder öffnen zu können, müssen Hygienerichtlinien umgesetzt werden, die viele Häuser erneut vor große Schwierigkeiten stellen.

Bisher hat sich die Landesregierung bei diesem Thema weitgehend weggeduckt. Meine Fraktion konnte wenigstens erwirken, dass im Sozialfonds 3,5 Mio. Euro für Schullandheime, Waldschulheime oder Jugendherbergen bereitgestellt werden. Diese Mittel müssen jetzt rasch fließen. Immer noch fehlen Richtlinie und Antragsformulare. Unterdessen schließt das DJH sechs Häuser im Land, zunächst bis März 2021. Es steht in den Sternen, ob sie jemals wiedereröffnen. Es liegt doch auf der Hand, dass weitere Unterstützung dringend erforderlich ist. Meine Fraktion bleibt deshalb bei ihrer Forderung, einen Hilfsfonds einzurichten. Die Landesregierung darf die Kinder- und Jugendübernachtungsstätten auch bei den Gesprächen über mögliche Bundeshilfen nicht aus den Augen zu verlieren. Jetzt müssen die Weichen so gestellt werden, dass der Kinder- und Jugendtourismus nicht auf dem Abstellgleis landet.“


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