Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Heureka! Nach 5 ½ Jahren soll M-V eine Telemedizin-Strategie bekommen

Nach entsprechenden Informationen der Landesregierung im zuständigen Fachausschuss des Landtags erklärt Torsten Koplin, der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion:

„Fünfeinhalb Jahre wird es seit dem Beschluss des Landtags gedauert haben, falls die geforderte Telemedizin-Strategie des Landes tatsächlich Ende 2020 das Licht der Welt erblicken sollte. Die Regierungsfraktionen hatten die Landesregierung im Juni 2015 aufgefordert, die Konzeption ‚Telematik im Gesundheitswesen. Strategie zur Sicherung und Verbesserung der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Motto: Lasst Daten reisen, nicht Patienten‘ weiterzuentwickeln. Passiert ist seitdem nichts Vorzeigbares. Vielleicht war der Titel zu lang und deshalb zu schwer zu merken.

Nun also soll es doch noch eine Telemedizin-Strategie für das Land geben. Das Kuratorium Gesundheitswirtschaft arbeitet bereits daran, hieß es im Ausschuss.

Wie groß die Baustelle inzwischen geworden ist, dass konnte man beim AOK-Forum am Dienstagabend erfahren. Abgesehen von nicht oder nicht ausreichend vorhandenen Datenleitungen würde die Digitalisierung im Gesundheitswesen auch an der mangelhaften Bereitschaft zur Zusammenarbeit scheitern – und das sogar zwischen Krankenhäusern und Ärzten sowie der für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung zuständigen Stelle.

Dass viele ältere Mediziner ein reserviertes Verhältnis zur neuen Technik hätten, ist auch ein Problem, aber, wenn die technischen und rechtlichen Voraussetzungen nicht vorhanden sind, ein nachvollziehbares.

Nachdem die Koalitionsfraktionen im März 2019 die Ärztekammer des Landes noch unter Druck setzen wollte, um die Fernbehandlung endlich auch in M-V möglich zu machen, stellte sich dies nun als die berühmte Mücke heraus, die zum Elefanten gemacht wurde. Fernbehandlung ist schon länger auch in M-V möglich, hieß es vom Fachministerium, es ginge lediglich um Fernbehandlung bei den einem Arzt unbekannten Patientinnen und Patienten.

Meine Fraktion fordert von der Bundesregierung, die Hemmnisse beim Einsatz der Telemedizin in der Gesundheitsversorgung schnellstmöglich zu beseitigen und von der Landesregierung, dies in ihrem Zuständigkeitsbereich zu tun.“


Pressemeldungen


Einsatz von FSJ-lern und Bufdis im Krankenhaus – ein Buch mit sieben Siegeln

Nach der Beantwortung der Kleinen Anfrage „Einsatz von FSJ-lerinnen und FSJ-ler sowie Bundesfreiwilligendienstleistenden an den Krankenhäusern in M-V“... Weiterlesen


Landesrechnungshof ermahnt Landesregierung mehr zu investieren

Zur Vorstellung des neuen Jahresberichts zu den Kommunalfinanzen durch den Landesrechnungshof erklärt die kommunal- und finanzpolitische Sprecherin... Weiterlesen


Unverantwortlicher Umgang mit Führung der Deponie Ihlenberg

Anlässlich der laufenden Personalrochade im Zusammenhang mit der IAG-Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft mbH erklärt die finanzpolitische... Weiterlesen