Gesetzlicher Mindestlohn ist das Gebot der Stunde

Pressemeldungen

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen machen nach Ansicht der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Regine Lück, deutlich, dass ein Ende der Krise noch lange nicht in Sicht ist. "Allen Erfolgsmeldungen zum Trotz ist die Zahl der Arbeitslosen im November im Vergleich zum Vorjahr stärker gestiegen", erklärte sie am Dienstag in Schwerin. Mit Auslaufen der Kurzarbeiterregelungen sei zu erwarten, dass die Zahl noch stärker steigen wird.

Als Riesenskandal bezeichnete Frau Lück, dass in Mecklenburg-Vorpommern 230 000 Menschen auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. "Statistisch sind aber nur 76 530 Menschen arbeitslos gemeldet", sagte sie. "Das bedeutet, dass über 153 000 Menschen auf staatliche Leistungen angewiesen sind, darunter sind rund 30 Prozent Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zwar sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, aber von ihrem Lohn ihre Existenz und die ihrer Familien nicht sichern können", kritisierte Frau Lück. Dies sei inakzeptabel. "Deshalb bleiben wir bei unseren Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro die Stunde und einem öffentlichen Beschäftigungssektor, der diesen Namen auch verdient", betonte Frau Lück.