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„Ein ausländerfeindlicher Hintergrund kann derzeit ausgeschlossen werden“

Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Aufklärung der Aktivitäten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Obmann der Linksfraktion, Peter Ritter:

„Wenn der leitende Ermittler circa eine Woche nach dem Mord an Mehmet Turgut der Presse mitteilen möchte, dass ein rassistisches Tatmotiv ausgeschlossen werden kann, braucht doch niemand mehr ernsthaft zu behaupten, dass in alle Richtungen ermittelt worden sei. Nein, diese Ermittlungsrichtung gab es nicht! Es ist an Zynismus nicht mehr zu übertreffen, wenn in der gleichen Presseinformation der Polizeidirektion Rostock ein Foto des NSU-Mordopfers den Dateinamen ‚Döner‘ trägt.

Aussagen, dass man auch aus heutiger Sicht genauso ermitteln würde und es keinen Grund gäbe, sich zu entschuldigen, zeigen doch sehr deutlich, dass es nie eine kritische Aufarbeitung der vorurteilsbehafteten Ermittlungen gegeben hat. Es ist offenbar nicht mehr als ein Kollateralschaden, dass die Angehörigen, die den Verlust von Mehmet Turgut  betrauerten, teils massiv unter den Ermittlungen litten.

Wenige Monate nach dem Mord teilte offenbar ein Geheimdienstmitarbeiter den Ermittlern mit, dass das Tatmotiv in unterschlagenen Drogengeldern zu suchen sei. Es verwundert doch sehr, dass sich der hiesige Verfassungsschutz auch für Drogenkriminalität zuständig sieht. Dann wiederum verwundert es wenig, wenn die Kapazitäten für den eigentlichen Kernbereich schwinden. Für einen rechten Tathintergrund hätte es auch bei den Schlapphüten keine Hinweise gegeben.“


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