Betreuungsgeld für Kinder ist ein Schritt zurück in die Steinzeit

PressemeldungenPeter Ritter

Das von der CSU in den Koalitionsvertrag eingebrachte Betreuungsgeld von 150 Euro für Kinder unter drei Jahren ist nach Ansicht des frauenpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Peter Ritter, ein Schritt zurück in die Steinzeit.

„Die so genannte Herdprämie holt ein längst ausgedientes Rollenmuster von Männern und Frauen aus der Mottenkiste“, erklärte Ritter am Donnerstag. Ganz nach dem Motto „Der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder“ sollen Frauen vom Arbeitsmarkt gedrängt und Kinder aus der für ihre Entwicklung notwendigen Gesellschaft mit Gleichaltrigen gerissen werden.

Die für das Betreuungsgeld veranschlagten Mittel in Millionenhöhe sollten nach Ansicht von Ritter vielmehr dafür eingesetzt werden, die Kinderbetreuung auszubauen und Kindern einen kostenlosen Zugang zu Bildung und Erziehung zu ermöglichen. „Die rückwärtsgewandte Politik von Union und FDP droht zunichte zu machen, was gleichstellungs- und sozialpolitisch bisher erreicht wurde“, so Ritter. „Ich bin aber sicher, dass Schwarz-Gelb die Rechnung ohne die Frauen gemacht hat.“