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Auch Männer wollen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Zum Internationalen Männertag am 19. November erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt:

„Ziele des Internationalen Männertages sind es, das Augenmerk auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben und zu würdigen.

Meine Fraktion wird auch diesen Tag nutzen, um darauf hinzuweisen, dass die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben nicht allein ein Frauenthema ist, sondern auch die Männer angeht. Engagierte Väter, pflegende Söhne, alleinerziehende Männer, Männer, die in der Familie den Haushalt schmeißen, oder Männer im Ehrenamt haben keine Lobby und werden gesellschaftlich kaum ernstgenommen. Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine Angelegenheit von Frauen und Männern, sie erfordert Engagement von beiden Seiten.

Erfahrungen von Männern in Elternzeit und Expertengespräche zeigen, dass der im Bundesvergleich eher geringe Anteil von Vätern in Elternzeit in Mecklenburg-Vorpommern auch darin begründet ist, dass positive Rollenvorbilder fehlen – u. a. weil die gesellschaftliche Akzeptanz viel zu gering ausgeprägt ist. Immer noch wird nicht anerkannt, dass auch Männer Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben haben. So stoßen sie in den Unternehmen oft auf Unverständnis, wenn sie sich stärker im Zuhause, auch als Väter engagieren möchten. Hinzu kommen wirtschaftliche Überlegungen. Frauen verdienen oft weniger als Männer, so dass die Frage, wer beim Kind zu Hause bleibt, oft pro Frau entschieden wird.     

Deshalb ist es gut, dass das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit Mecklenburg-Vorpommern eine Kommunikationsoffensive für mehr Partnerschaftlichkeit in Betrieben und Familien auf den Weg gebracht hat. Ziel ist es, dass Männer, die Verantwortung für Familiensorge- und Hausarbeit sowie ein Ehrenamt übernehmen und übernehmen wollen, anerkannte gesellschaftliche Normalität werden.“