Attraktive Ausbildungsbedingungen heute sichern Fachkräfte von morgen

Zur Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für August 2023 erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Mit über 3000 unbesetzten Ausbildungsplätzen ist im Vergleich zum Vorjahr zwar ein deutlicher Rückgang festzustellen, dennoch ist es ein deutliches Zeichen für den anhaltenden Mangel an jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen. Allerdings stehen den unbesetzten Ausbildungsplätzen bislang auch noch rund 1400 unversorgte BewerberInnen gegenüber. 

Ein Hemmschuh für viele junge Menschen eine Ausbildung zu beginnen, sind lange Fahrtwege und unattraktive Bedingungen. Deshalb ist der eingeschlagene Weg mit der Einführung des Azubitickets für 29 Euro, einer Mobilitätsoffensive für mehr Züge, mehr Regionalbuslinien über Kreisgrenzen hinweg und ein landesweites Rufbusangebot, der richtige. Es bestätigt aber auch die Auffassung meiner Fraktion, dass nach der enormen Ausdünnung der Berufsschullandschaft möglichst keine weitere Zentralisierung stattfinden darf.

Die Unternehmen müssen bei der Suche nach neuen Auszubildenden weiterhin für mehr Attraktivität sorgen. Dazu gehört natürlich eine gute Ausbildungsvergütung, aber auch die Arbeitsbedingungen im Unternehmen dazu. Wie der DGB-Ausbildungsreport offenlegt, sind unbezahlte Überstunden oder das Verrichten von ausbildungsfremden Tätigkeiten immer noch gang und gäbe. Hier müssen die Unternehmen ansetzen. Denn mit attraktiven Ausbildungsbedingungen heute sichert man sich die Fachkraft von morgen.“