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Wissenschaftlicher Nachwuchs braucht Perspektive

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Befristete Arbeitsverhältnisse an Hochschulen und Universitäten in M-V" (Drs.7/2170) erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

„`Hochqualifiziert und prekär beschäftigt` ist vor allem für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler an den Hochschulen in M-V noch immer die treffendste Umschreibung. Allein an der Universität Rostock sind 456 Angestellte nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) sachgrundlos befristet, in Greifswald sind es 258. Daran haben auch Änderungen im WissZeitVG im Jahr 2016 nichts geändert. Nach wie vor gilt die Faustregel: Wer nach 12 Jahren die akademische Ochsentour von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder dem wissenschaftlichen Mitarbeiter zur Professur nicht geschafft hat, muss sich entweder bis zur Rente mit Zeitverträgen herumschlagen oder sich vom Wissenschaftsbetrieb und damit der wissenschaftlichen Karriere verabschieden.

Das ist ein unhaltbarer Zustand, der nicht nur schädlich für den momentanen, sondern auch den perspektivischen Wissenschaftsbetrieb ist. Für Studierende wird es bei diesen Zukunftsaussichten in Lehre und Forschung wohl tendenziell immer wenig attraktiv, eine akademische Laufbahn anzustreben.

Damit das anders wird, muss ein radikales Umdenken her. In Berlin hat der Senat beschlossen, das landeseigene Einrichtungen – und dazu gehören auch die Universitäten -  und die öffentliche Verwaltung Kettenbefristungen und sachgrundlose Befristungen abschaffen muss. Für meine Fraktion ein Signal mit Vorbildwirkung und für die Landesregierung von M-V ein Fingerzeig, das Thema endlich beherzt anzugehen und weiter auf klare und zukunftsfähige Regelungen im WissZeitVG zu drängen.“


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