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Winterklausur in Banzkow

Die inhaltliche und strategische Ausrichtung der Arbeit bis 2021 stand am ersten Tag im Mittelpunkt der Beratungen. Dazu sprach unter anderem Dr. Harald Pätzolt, der Bund-Länder-Koordinator der Bundestagsfraktion der Linken. Die Fraktion im Schweriner Landtag arbeitet eng mit unserer Bundestagsfraktion zusammen. Auch wenn wir hier in M-V mit ganz spezifischen Problemen umgehen, Lösungen und Alternativen entwickeln müssen, ist der Blick über den Tellerrand enorm wichtig.

Die zunehmende soziale Spaltung auch beim Wohnen stand am Mittwochvormittag auf der Tagesordnung der Klausur. Auf der Grundlage der Studie "Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte?" haben wir über Möglichkeiten beraten, das Auseinanderdriften der Städte in Stadtteile für Arme und bevorzugte Wohnlagen für Reiche entgegenzuwirken.

Innen- und sicherheitspolitische Themen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausur am Mittwochnachmittag beschäftigt. Zunächst zogen wir Bilanz über die Bereisung der Polizeireviere im Land. In einem zweiten innenpolitischen Komplex wurde ein Sachstandsbericht zur Arbeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) „NSU“ abgegeben.

Am Donnerstagmorgen stand das Thema „Künstlernachlässe“ auf der Tagesordnung. Wenn Künstlerinnen oder Künstler sterben, bleiben oft Angehörige und Freunde zurück, die weder das Fachwissen noch die räumlichen Möglichkeiten haben, sich mit dem künstlerischen Erbe auseinanderzusetzen, es zu sortieren, zu ordnen und aufzubewahren.

Die „Fachkräftesicherung im Lehramt“ war ein weiterer thematischer Schwerpunkt am Donnerstag. Unterrichtsausfall, Lehrkräftemangel, schlechte Ausbildungsbedingungen und eine enorm hohe Zahl von Studienabbrechern im Lehramt sind Realität im Schulsystem. Lehrkräftemangel macht sich an vielen Schulen breit, der Nachwuchs wird rar, Referendarstellen und Lehrerstellen blieben zunehmend unbesetzt. Zugleich haben wir enorme hohe Abbruchquoten beim Lehramtsstudium an den Universitäten. Das ist ein Widerspruch, der dringend aufgelöst werden muss. Gemeinsam mit Gästen aus der Praxis, der Uni Rostock und der GEW haben wir darüber diskutiert, was in den unterschiedlichen Bereichen getan werden muss, um dem sich zuspitzenden Mangel an Lehrkräften effektiv zu begegnen.


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