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Vom Weltmarkt zum Wochenmarkt – eine andere Agrarpolitik ist nötig

Die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, und ihr agrarpolitischer Fraktionskollege Dr. Wolfgang Weiß zeigen sich erstaunt über das Eingeständnis der Vertreter der CDU auf der heutigen Sitzung des Agrarausschusses, dass das politische Handeln viele kleine Strukturen auch bei uns im Land zerstört hat.

Schwenke: „Die CDU beklagt heute, dass es die Politik in den letzten Jahrzehnten geschafft hat, kleine Strukturen, zum Beispiel bei den Schlachtereien, zu zerstören, und dass immer stärker auf Billigfleisch gesetzt wird. Die Christdemokraten müssen sich fragen lassen, wer die Agrarpolitik der zurückliegenden Jahrzehnte in Europa und Deutschland maßgeblich bestimmt hat. Nicht zuletzt die Corona-Krise hat gezeigt, dass der Weg ‚groß-größer-am größten‘ ein Irrweg war und ist. Ein Wandel in der Landwirtschaft ist nötig und möglich. Das wird Einiges erfordern, zuallererst die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann. Der Markt kann und wird auch hier nicht alles regeln. Wenn nun auch die CDU zu dieser Erkenntnis kommt, dann freut mich das.“

Weiß: „Die Agrarpolitik der EU und Deutschlands reduziert die Landwirtschaft auf eine möglichst billige Warenproduktion. Wir müssen aber weg von einer vorwiegend exportorientierten hin zu einer stärker regional ausgerichteten Landwirtschaft. Deutschland ist der drittgrößte Agrarexporteur. Gleichzeitig sind wir der drittgrößte Importeur von Lebensmitteln. Das ist widersinnig. Regionale Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung und Verteilung müssen viel stärker ins Zentrum der Agrarpolitik von EU, Bund und Land gerückt werden.“


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