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Volksinitiative für einen Bildungsaufstand gestartet

Derzeit grassiert ein Mangel an ausgebildeten Lehrkräften. Seit Jahren ignoriert die Landesregierung die schlechte Lehramtsausbildung und die enorm hohe Zahl von Studienabbrechern. Gleichzeitig nimmt der Unterrichtsausfall an den Schulen stetig zu, Klassen werden oft zusammengelegt und immer häufiger besteht der sogenannte Vertretungsunterricht nur noch aus einer Beaufsichtigung statt in der Wissensvermittlung. Stetig steigt die Zahl der Schul- und Ausbildungsabbrüche und die Ausbildungsbetriebe bemängeln zunehmend fehlende Grundfähigkeiten bei den Auszubildenden im Rechnen und Schreiben. Dem gegenüber wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Unterrichtsstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik massiv reduziert. Damit haben die Kinder gerade in der Grundschule kaum noch Zeit, die Grundlagen im Lesen,
Schreiben und Rechnen zu lernen und zu üben. Mit der Zunahme der Schülerzahlen werden die Klassen in vielen Schulen immer größer. Eine individuelle Förderung von begabten Schülerinnen und Schüler und denen mit Förderbedarf ist damit kaum noch möglich. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, fordern wir den Landtag auf, die Landesregierung zu beauftragen, die Pflichtstunden für jede Lehrkraft so zu ändern, dass ein Vertretungsbudget an Lehrerwochenstunden für jede Schule zur Verfügung steht.
Weiterhin muss die Landesregierung die Stundentafel für Grundschulen so verändern, dass zusätzliche Deutsch -und Mathematikstunden unterrichtet werden können.

Um die Klassengrößen auf 25 Schülerinnen und Schüler zu begrenzen, wird der Landtag aufgefordert, im Schulgesetz von Mecklenburg-Vorpommern einen Klassenteiler von 26 festzuschreiben. Alle diese Maßnahmen erfordern zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer. Um angesichts des derzeitigen Lehrkräftemangels ausreichend Lehrkräfte zu gewinnen, müssen die Ausbildungsbedingungen für Lehramtsstudierende und Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger grundlegend verändert werden. Wir fordern den  Landtag auf, das Lehrerbildungsgesetz dahingehend zu ändern, dass das Referendariat für Lehramtsstudierende auf zwölf Monate verkürzt und eine dreimonatige Grundqualifizierung mit
anschließendem Vorbereitungsdienst für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger verpflichtend wird.


PRESSEKONTAKT:
 

Claudia Schreyer
Pressesprecherin


Tel. 0385 / 52 52 502
Fax 0385 / 52 52 547
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