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Urlaub für arme Familien stärker unterstützen – Mittel verdoppeln

Zur Information aus dem Sozialministerium, wonach die Zuschüsse des Landes für Urlaubsreisen armer Familien vollständig ausgeschöpft sind, erklärt der tourismuspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

 

„Jahrelang hat meine Fraktion darauf gedrungen, dass der Zugang zu den Zuschüssen für Familien mit geringem Einkommen erleichtert wird, weil stets viel Geld liegen geblieben ist. Vor diesem Hintergrund ist es gut, dass das zur Verfügung stehende Geld zur Mitte des Jahres bereits komplett abgeflossen ist.

 

Die große Nachfrage nach Unterstützung macht allerdings auch deutlich, wie hoch der Bedarf ist, dass es viele Familien in M-V gibt, die sich aus eigener Kraft keinen Urlaub leisten können. Sei es durch den Bezug von Hartz IV oder durch einen mies bezahlten Job. Es gibt unzählige Kinder, die noch nie verreist sind oder Urlaub an einem anderen Ort gemacht haben. Aber Urlaub darf kein Privileg, sondern muss für alle Menschen möglich sein, zumal in diesem Jahr weitere Ferienzeiten anstehen. 

 

Deshalb ist es erforderlich, die eingestellten Mittel von 150 000 Euro im kommenden Jahr zu verdoppeln, damit noch mehr Familien von dem Zuschuss profitieren können. Da in den vergangenen Jahren stets Mittel in Größenordnungen nicht ausgezahlt wurden, sollte diese Verdopplung für die Landesregierung kein Problem sein. Darüber hinaus muss die Landesregierung ihre vermeintliche Jubelmeldung auch zum Anlass nehmen, die Probleme und Folgen von Armut stärker und konsequent in den Blick zu nehmen. Was bisher beispielsweise unternommen wurde, um M-V aus dem Lohnkeller zu holen, ist größtenteils weiße Salbe. Denn auch die Beschäftigten, die den Mindestlohn erhalten sind jene, die auf den Zuschuss angewiesenen sind, um mit ihrer Familie in den Urlaub zu fahren. Darüber sollten die Koalitionäre und die Landesregierung einmal nachdenken, wenn sie aus ihrem Urlaub zurück sind.“


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