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Unverantwortliche Verzögerungstaktik bei Fachkräfteplanung

Zu den Antworten der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Fachkräftebedarfsanalyse für pädagogische Fachkräfte“ (Drucksache 7/2543) erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Es ist kaum noch zu fassen, wie die Landesregierung nicht vom Fleck kommt und damit das ganze Land – Kitas, Erzieher*innen und Träger an die Grenzen des Machbaren bringt und Eltern und schließlich die Kinder im Chaos zurück lässt. Das Problem heißt Fachkräftemangel und spitzt sich seit Jahren zu. Die Folgen sind eklatant: Heute fehlen mehrere hundert Erzieher*innen in den Kindertageseinrichtungen. Kita-Gruppen müssen schließen oder können gar nicht erst eröffnet werden. Das Recht auf einen Betreuungsplatz können viele Eltern für ihre Kinder somit gar nicht oder viel zu spät in Anspruch nehmen.

Für neue Empörung sorgt die zu Beginn des Jahres 2017 versprochene Fachkräftebedarfsanalyse der Landesregierung. Wie meiner aktuell veröffentlichten Kleinen Anfrage an die Landesregierung zu entnehmen ist, ist bis heute – auch fast zwei Jahre nach der versprochenen Erarbeitung der Analyse – nichts passiert. So zeigen die Antworten, dass die Landesregierung noch auf die Bevölkerungsprognose Ende 2018 warten will, um mit den Arbeiten an der Fachkräftebedarfsanalyse überhaupt erst beginnen zu können. Für die Fertigstellung werden dann noch einmal 1,5 Jahre veranschlagt. Das Problem liegt auf der Hand, doch die Landesregierung vertröstet weiter.

Erst kurz vor Ende der Legislaturperiode wird laut den Aussagen der Landesregierung mit einer aktualisierten Bedarfsplanung zu rechnen sein. Das ist viel zu spät und verantwortungslos. Wir benötigen die Fachkräftebedarfsanalyse als Korrektiv für die Ausbildungsplatzplanung 2014-2023 - die bereits mit ihrer Veröffentlichung als fehlerhaft entlarvt wurde - jetzt!

Die Landesregierung hat die Pfähle falsch eingeschlagen, das Konstrukt ist nicht tragfähig. Erhöhte Altersabgänge bei Erzieher*innen, steigende Geburtenzahlen und zu geringe Ausbildungskapazitäten rissen immer größere Löcher in den Fachkräftepool. Die Folgen sind im Land seit langem zu spüren. Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Die Landesregierung hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass ausreichend pädagogische Fachkräfte ausgebildet werden. Doch lieber stochert sie weiterhin im Dunkeln.“


PRESSEKONTAKT:

Pressesprecherin
Claudia Schreyer
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