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Umwelt und Landwirtschaft können nur gemeinsam gewinnen

Zu den von der Initiative „Land schafft Verbindung“ heute veranstalteten Traktor-Demonstrationen erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, und der landwirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß:

Schwenke: „Verschärfungen beim Insektenschutz und der Düngeordnung sind nötig, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Wenn das jedoch mit nicht auskömmlichen Marktpreisen und ruinöser Preispolitik des Handels einhergeht und die Existenz vieler Betriebe gefährdet bzw. zur Betriebsaufgabe führt, muss gehandelt werden. Wir brauchen Landwirtschaft und die vielen in dieser Branche Beschäftigten. Uns allen muss klar sein, dass weniger Düngung auch weniger Ertrag bei zunehmendem Arbeitsaufwand bedeutet. Auch Tierwohl und wertschätzende Entlohnung machen Lebensmittel teurer. Deshalb müssen der Abhängigkeit von wenigen großen Handelsketten, die auf Gewinnmaximierung setzen und Lebensmittel zu Schleuderpreisen verticken, endlich Grenzen gesetzt werden. Geiz-ist-Geil-Werbung muss unterbunden werden. Das wäre nicht nur fair, sondern ist Grundsatz einer sozialen Marktwirtschaft.“

Weiß: „Mit den aktuellen Veränderungen wurde die Gebietskulisse der ‚Roten Gebiete‘ erheblich verändert. In der Gesamtbilanz ist die betroffene Fläche um fast 30 Prozent verringert worden. Problematisch ist, dass durch die genauere Bestimmung nunmehr Flächen betroffen sind, die zuvor nicht ausgewiesen waren. Wenn auf diesen Flächen bereits eine Wintersaat ausgebracht wurde, so dürfte das zu erheblichen Verlusten der betroffenen Betriebe führen, wenn sie sich im Nachhinein an die Magerdüngung halten müssen. Hier ist in der Tat nachzusteuern – oder eine einmalige Ausnahmegenehmigung zu erwirken.

Wir kritisieren die grundsätzliche Ausrichtung der deutschen und europäischen Landwirtschaft auf den Export und plädieren für einen viel größeren Anteil für die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Wir wollen mehr Wochenmarkt statt Weltmarkt.“


PRESSEKONTAKT:
 

Claudia Schreyer
Pressesprecherin


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