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Systemkrise in der Schweinehaltung – Herr Dr. Backhaus, handeln Sie!

Der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß, bezeichnet die derzeitigen Probleme der Schweinezüchter und ‑mäster als Systemkrise, verschärft durch Pandemie und ASP.Die Bundestagsabgeordnete Dr. Kirsten Tackmann kommentierte gestern: „Pandemie und ASP führen zu erschütternden Entwicklungen auf dem Schweinemarkt. Spätestens mit dem Schweinestau vor den Schlachtkonzerntüren wird das Risiko eines Kollapses des Systems deutlich. Nur die Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf. Das ist unverantwortlich.“

Dr. Wolfgang Weiß: „Wenn der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, kürzlich Verständnis für die aktuellen Proteste äußerte, wenn er mittels Pressemitteilung Forderungen an die Bundesregierung aufmachte, so ist das für mich und meine Fraktion nicht ausreichend. Zielführender wäre es, wenn die Landesregierung gemeinsam mit anderen Ländern eine Bundesratsinitiative ergreift, die für eine sozial abgefederte Entlastung der Schweinehalter sorgt. So könnte zum Beispiel durch zeitlich begrenzte Prämien für jede nicht belegte Sau der Druck aus dem Kessel genommen werden. Viel besser wäre aber, die Chance für den längst überfälligen, sozial gestalteten Umbau auf eine flächengebundene Tierhaltung durch Ausstiegsprogramme wie in den Niederlanden zu nutzen. Gerade weil kurzfristige Lösungen des Rückstaus schwierig sind, wird dringend eine strategische Vorsorge für kommende Krisen gebraucht.

Zudem ist es absolut unverständlich, dass angesichts von Pandemie und Afrikanischer Schweinepest weiterhin Jagdreisen erlaubt bleiben sollen. So werden Sprunginfektion, also die direkte oder indirekte Virusverschleppung durch Menschen über größere Entfernungen, wahrscheinlicher.  Ein Aussetzen von Jagdreisen auf Bundesebene ist dringend geboten, erst recht angesichts der sonstigen Entscheidungen zur Minimierung der sozialen Kontakte und anderer Verschleppungsrisiken. Jagdtourismus ist mit Pandemie und ASP-Ausbruch unvereinbar. Die Bundesregierung braucht verstärkt Druck aus den Ländern. Herr Dr. Backhaus, handeln Sie!“


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Claudia Schreyer
Pressesprecherin


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