Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

SPD und CDU haben kein Problem mit Ressourcenverschwendung

Zum Antrag Krankenhausgroßgeräte in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Meine Fraktion hat heute eine Debatte über die Anwendung medizinischer Großgeräte angestoßen. Bundesweit hat sich deren Einsatz in den vergangenen 20 Jahren mehr als vervierfacht. Besonders markant ist die Zunahme an Linkskatheter -Messplätzen. Mit 73 212 Einwohnerinnen und Einwohnern je Herzkatheter-Messplatz liegt unser Bundesland auf Platz drei im Ranking derartiger medizintechnischer Großgeräte.

Für die Linksfraktion stellt sich die Frage nach einem bedarfsgerechten Einsatz von medizintechnischen Großgeräten. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Analyse über die bisherige Entwicklung und ein Ausblick auf den zukünftigen Bedarf. Bei einer nicht bedarfsgerechten Entwicklung – ob aus Einkommensinteressen oder anderen Gründen – ist eine Verschwendung von Ressourcen zu befürchten, die gegebenenfalls an anderen Stellen der gesundheitlichen Versorgung fehlen.

SPD und CDU verstehen sich offenbar als Lobbyisten der Medizintechnikhersteller. Von einer Ressourcenverschwendung durch eine Überversorgung mit medizinischen Großgeräten wollen sie nichts wissen.

Zumindest bei der Bereitstellung von Investitionsmitteln aus dem Landeshaushalt könnte regulierend eingegriffen werden. Dies ist nicht zuletzt geboten, weil ein hohes Leistungsangebot auch immer auch neue Nachfrage schafft. Dies treibt womöglich die Gesundheitskosten unnötig in die Höhe und belastet die betroffenen Patientinnen und Patienten auch körperlich.“

Hintergrund: Die Linksfraktion fordert einen Bericht der Landesregierung zur Versorgungslage. Zugleich soll die Landesregierung auf Bundesebene einen Diskurs anstoßen, ob der Einsatz der teuren medizinischen Großgeräte nicht besser einer Planung unterworfen sein sollten. Die hat es zumindest in Ansätzen bis 1997 in Deutschland gegeben.


PRESSEKONTAKT:

Pressesprecherin
Claudia Schreyer
Tel. 0385 / 52 52 502
Fax 0385 / 52 52 547
E-Mail: c.schreyer@dielinke.landtag-mv.de