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Respekt und Gehör reichen nicht, Frau Merkel!

Der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß, bewertet das Ergebnis des heutigen „Agrargipfels“ im Bundeskanzleramt als nicht ausreichend.

„Wenn die Bundeskanzlerin den Bauern heute Respekt und Gehör versprochen hat, muss ich davon ausgehen, dass beides auf Bundesebene in der Vergangenheit unzureichend vorhanden war. Über die Köpfe von Landwirtinnen und Landwirten hinweg wurden in jüngster Zeit Entscheidungen auf Druck von Brüssel und der Öffentlichkeit gefällt, die die Bewirtschaftung der Äcker erheblich einschränken werden. Die Proteste der Betroffenen kann ich sehr gut nachvollziehen. Wer jahrelang dringend gebotene Entscheidungen für sauberes Grundwasser und Insektenschutz vor sich her schiebt, muss sich nicht wundern, dass er Protest und Druck von allen Seiten erntet.

Fakt ist: Ein Umbau der deutschen Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit, Umweltschutz und mehr Artenvielfalt ist notwendig. Wenn man von landwirtschaftlicher Arbeit nicht mehr leben kann und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen unter Druck geraten, ist die Agrarpolitik in einer gefährlichen Sackgasse. Die strategische Ausrichtung auf möglichst billige Rohstofflieferung für den globalisierten Weltagrarmarkt schadet Mensch und Natur. Die Agrarbetriebe dürfen nicht länger vor allem die Profite internationaler Konzerne vermehren. Dagegen ist Widerstand notwendig. Gleichzeitig müssen ökologische Probleme endlich konsequent gelöst werden. Auch und gerade in Mecklenburg-Vorpommern als agrarisch geprägten Bundesland ist noch eine Menge zu tun.“


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Claudia Schreyer
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