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Ob Kirche oder Kino ist dem Virus egal

Zu den Lockerungen der Landesregierung bezüglich der Gottesdienste erklärt der religionspolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß:

„Es ist für die gläubigen Bürgerinnen und Bürger sicherlich erfreulich, dass die Gottesdienste unter Einhaltung der Hygieneauflagen wieder erlaubt sind. Warum die Regelung aber erst ab Montag gilt, obwohl zumindest die nächsten Gottesdienste bereits am Freitag und Sonntag stattfinden, erschließt sich nicht. Hier hat Verwaltungshandeln das pragmatische Denken eingeholt. 

Bei allem Verständnis für die Bedürfnisse religiöser Menschen bleiben jedoch auch Fragen offen. So ist die Differenzierung zwischen Veranstaltungen in Kunst, Kultur und Sport auf der einen und Religion auf der anderen Seite nicht verständlich. Die religiösen Aspekte des Lebens dürfen in einem Land, in dem Religion und Staat getrennt sind, nicht den weltlichen vorgezogen werden.

Das Virus interessiert sich nicht dafür, ob jemand eine Kirche oder ein Kino besucht. Es bleibt immer gleich gefährlich. Es ist daher zu früh, Gottesdienste zu erlauben, wenn es zu früh etwa für Kinobesuche ist. Letztlich muss der vorbeugende Gesundheitsschutz das einzig ausschlaggebende Kriterium für eine Lockerung sein.“


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Claudia Schreyer
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