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Nicht nebeneinander, sondern miteinander wohnen – darauf kommt es an

Zur Studie „Soziale Entmischung in M-V“ erklärt die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger:

„Menschen mit verschiedenen Einkommen wohnen nicht mehr Tür an Tür. Diese Trennung ist auch Folge politischer Fehlentscheidungen.

Um eine soziale Durchmischung zu erreichen, sind viele Maßnahmen notwendig, ein Zaubermittel gibt es nicht. Nur nebeneinander zu wohnen, hilft dabei wenig, denn miteinander zu leben, braucht Begegnungen. Besonders wichtig ist, die Stadtteile aufzuwerten. Supermärkte, Cafés, Ärzte und alternative Wohnformen für Jung und Alt gehören genauso dazu wie eine gute Anbindung durch den Nahverkehr.

Starke staatliche Schulen sind ein zentraler Weg, damit alle Kinder, egal wie viel die Eltern verdienen, gemeinsam lernen und Zeit miteinander verbringen. Eltern entscheiden sich zu oft für eine Privatschule, um beispielsweise einen weiteren Schulwechsel zu vermeiden. Die Kommunen müssen durch das Land unterstützt werden, die Qualität der staatlichen Schulen zu verbessern.“

Hintergrund: Vor der Wende waren die Großwohnsiedlungen, also die Plattenbauviertel, sehr beliebte Wohnlagen. Nach dem politischen und gesellschaftlichen Umbruch wurden die Innenstädte saniert, der Bau von Eigenheimen gefördert, während Menschen mit geringeren Einkommen in der Platte blieben. Die Hartz-IV-Reform verschärfte maßgeblich den Zustand, da Empfänger*innen staatlicher Leistungen in Wohnungen mit geringen Mieten wohnen mussten. Altersarmut, Migration, Arbeitslosigkeit und auch der Abriss einst leerstehender Wohnungen sind weitere Faktoren.


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Claudia Schreyer
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