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Mord an Mehmet Turgut: Ermittlungen in alle Richtungen?

Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Aufklärung der Aktivitäten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Mecklenburg-Vorpommern erklärt der Obmann der Linksfraktion im Landtag, Peter Ritter:

„Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Ermittlungsarbeit im Mordfall Mehmet Turgut ist wieder mal deutlich zutage getreten. In den heutigen Zeugenvernehmungen wurde uns durch die Beamten mehrfach versichert, dass in alle Richtungen ermittelt worden sei, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Die Akten sprechen allerdings eine andere Sprache. Die heute vernommenen Polizeibeamten suchten nach Rivalitäten unter Imbissbetreibern, Streitigkeiten mit Frauen oder nach Verbindungen zur kurdischen Arbeiterpartei PKK. Sie fragten die damaligen Zeugen jedoch an keiner Stelle, ob der Mord an Mehmet Turgut auch rassistisch motiviert sein könnte.

Ich hätte erwartet, dass damalige Ermittlungsmaßnahmen spätestens seit der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 kritisch hinterfragt worden wären. Dies war offenbar nicht der Fall. Umso deutlicher wird, dass die akribische Arbeit des Untersuchungsausschusses auch mehr als fünfzehn Jahre nach dem Mord an Mehmet Turgut dringend notwendig ist.“


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Claudia Schreyer
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