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Mehr Prävention gegen sexuellen Missbrauch

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen 2020“ (Drs.: 7/6343) erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Im Jahre 2020 kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu insgesamt 562 registrierten Fällen von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Fachleute gehen davon aus, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt.

Dennoch liegt die offizielle Zahl nach wie vor auf einem erschreckenden, viel zu hohem Niveau. Fast ein Drittel der Tatverdächtigen waren selbst Kinder und Jugendliche. Sexueller Missbrauch kann und darf deshalb nicht nur unter strafrechtlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Auch pädagogische Aspekte müssen in diesem Zusammenhang stärker berücksichtigt werden.

Bisherige vom Land geförderte Projekte im Kampf gegen Missbrauch konzentrieren sich überwiegend auf Tataufklärung und Strafe. Auch die im Juni vergangenen Jahres durch die Landesregierung in den Bundesrat eingebrachte Entschließung setzt vor allem auf härtere Bestrafung der Täter. Eine wirksame Prävention, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, bevor sie zu Tätern oder Opfern werden, kommt viel zu kurz. Es muss stärker darum gehen, sexuellen Missbrauch zu verhindern und solche Straftaten möglichst auszuschließen. Dazu gehört auch, das Unrechtsbewusstsein für solche Übergriffe auszubilden. Erforderlich sind verstärkt vorbeugende Maßnahmen, und vor allem ein Ausbau der Jugend- und Schulsozialarbeit.“


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Claudia Schreyer
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