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Medienwissenschaften an der Universität Rostock – Land ist in der Verantwortung

Zu den Medienberichten über die geplanten Kürzungen am medien- und kommunikationswissenschaftlichen Lehrstuhl der Universität Rostock erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

 

„Die Überlegungen der Universität Rostock sind bedauerlich und vor dem Hintergrund, dass es sich um einen so wichtigen und zukunftsorientierten Lehrstuhl handelt, mindestens unglücklich. Es muss jedoch auch gesagt werden, dass es sich um Überlegungen und eben nicht um endgültige Entscheidungen handelt.

Man darf jedoch annehmen, dass die Universität diese Überlegungen nicht ohne Grund anstellt, sondern – wie auch bei anderen Kürzungen – von finanziellen Zwängen getrieben wird. Dieser Zwang ist die hochschulpolitische Marschrichtung der Landesregierung, die nach Jahren des Nichtstuns alle Ressourcen des betroffenen Bereiches für die Lehrerbildung beansprucht. Das ist grundsätzlich richtig und überfällig. Wenn die Universität jedoch ein mehr an Aufgaben erfüllen soll, muss sie dafür auch ausgestattet werden. Für eine funktionierende Grundausstattung der Hochschulen des Landes ist das Land zuständig – und eben nicht der Bund mit den Mitteln des Hochschulpaktes (HSP). Auch hier gilt, dass das Land die Hochschulen in die Lage versetzen muss, solch wichtige Daueraufgaben wie die Medien- und Kommunikationswissenschaften auch dauerhaft zu finanzieren, statt auf eine Verstetigung der HSP-Mittel zu setzen – die dann notgedrungen für andere Aufgaben herhalten müssen.

Das Bildungsministerium versucht offensichtlich von seiner Verantwortung abzulenken, und den Schwarzen Peter der Universität Rostock zuzuschieben. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass die personelle Ausstattung von Digitalisierung und Medienbildung auch im Eckwertepapier für die Hochschulentwicklung der Jahre 2021-2025 keine überragende Rolle spielen, ein durchsichtiges Manöver.“


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Claudia Schreyer
Pressesprecherin


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