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LINKE fordert mehr Aufklärung für Alphabetisierungskurse

Zur Antwort auf die Kleine Anfrage „Alphabetisierungskurse und Integrationskurse an den Volkshochschulen“ (Drucksache 7/3313) erklärt die Bildungspolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende, Simone Oldenburg:

„In Deutschland können mehr als 7 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben. In Mecklenburg-Vorpommern sind es ca. 140.000 Männer und Frauen, denen das Lesen und Schreiben schwerfällt. Ihnen fällt das Lesen längerer Texte schwer, die Schreiben von Behörden werden zu einer Mamut Aufgabe, die sie nicht bewältigen können.Die Hausaufgaben ihrer Kinder können sie nicht kontrollieren, geschweige denn mit ihnen lernen. So ist das Leben kompletter Familien beeinträchtigt, wenn Mutter oder Vater Analphabeten sind.

Alleine 2017 fanden an den Volkshochschulen unseres Bundeslandes 132 Alphabetisierungskurse der Alphabetisierung/Grundbildung statt, die meisten dieser Angebote an den Volkshochschulen der Mecklenburgischen Seenplatte, in der Hansestadt Rostock sowie im Landkreis Greifswald.

Hingegen fand in Nordwestmecklenburg kein einziger Kurs statt und im Landkreis Rostock gab es lediglich ein Angebot. Mehr als 1.000 erwachsene Frauen und Männer lernten an den Volkshochschulen lesen und schreiben.

Wir fordern die Regierung auf, wesentliche mehr für die Kurse zu werben und zwar so, dass die Betroffenen auch in der Lage sind diese Informationen aufzunehmen. Flyer oder Broschüren mit ellenlangen Texten sind keine Werbung, wir brauchen mehr Werbespots in Rundfunk und Fernsehen sowie Aufklärungsmaterialien an Schulen, in Kindertagesstätten und bei Ärzten sowie in Behörden.

Im Jahr 2017 nahm nicht einmal 1 Prozent der Frauen und Männer an den Alphabetisierungskursen der Betroffenen teil. Zusätzliche Aufklärung kann helfen, mehr Menschen zu unterstützen, damit sich ihre Lebensqualität und die ihrer Familien erhöht.“


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