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Kopfnoten sind Schnee von gestern!

Die Kopfnoten, wie die Zensuren für das Arbeits- und des Sozialverhaltens weitläufig genannt werden, sind nicht zeitgemäß. Sie gehören nicht auf ein Zeugnis. Es gibt keinen objektiven Maßstab für eine Kopfnote! Allen anderen Fachnoten liegt ein Bewertungsmaßstab zu Grunde. 2 plus 2 ist vier. Aber was verbirgt sich hinter einer Note „Gut“ (2) in Fleiß? Diese Noten halten keinem Vergleich stand. Kopfnoten berücksichtigen nicht, dass sich Schülerinnen und Schüler noch entwickeln. Sie dürfen nicht dazu führen, dass ein Jahrgangsbester einer Schule lediglich eine Note „Gut“ (2) in Fleiß erhält. Eine solche Bewertung ist dem Schüler oder der Schülerin nicht vermittelbar.

Darüber hinaus werden im Gymnasium neben den Kopfnoten, die bereits die Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern bewerten, zusätzliche Mitarbeitszensuren vergeben. Spiegelt sich nicht beispielsweise der Fleiß auch in den Fachnoten wider?

Und welche Aussagen sollen sich aus den Kopfnoten ablesen lassen? Jede Arbeitnehmerin, jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf ein förderliches Arbeitszeugnis mit codierten Aussagen. Warum soll für Schülerinnen und Schüler, die sich bei einem Unternehmen bewerben, etwas anderes gelten?

Es bedarf der Kopfnoten nicht. Sie sind Schnee von gestern. Viele andere Bundesländer haben Sie zu Recht von den Zeugnissen verbannt. Statt der Kopfnoten muss es halbjährlich ein verpflichtendes Gespräch des Klassenleiters mit den Eltern im Beisein der Schülerinnen und Schüler geben. Eine Zielvereinbarung im Ergebnis des Gespräches ist ein individueller Leitfaden für die Schülerinnen oder Schüler, an der sie oder er sich im Laufe des Schuljahres messen kann. Das ist motivierender als jede nichtssagende Kopfnote. Das Land muss wesentlich mehr in die Köpfe investieren, statt Kopfnoten zu verteilen!


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Claudia Schreyer
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