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Kopf aus dem Sand und Hände aus den Taschen

Lehrerinnen und Lehrer können Zulagen erhalten, wenn dies zur Deckung des Personalbedarfs führt. Das ergibt sich aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage (Drs. 7/2321). Hierzu erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Mit Unverständnis nehmen wir zur Kenntnis, dass angesichts der dramatischen Lehrkräftesituation zum Beginn des neuen Schuljahres nicht über die Zahlung von Zulagen für Lehrkräfte nachgedacht wird.

Wir fordern die sofortige Zahlung von Zulagen an alle Lehrerinnen und Lehrer in M-V. Es ist rechtlich möglich und das Geld ist im Bildungshaushalt vorhanden. Stattdessen steckt die Bildungsministerin den Kopf in den Sand und hält die Hände in den Taschen. Es nützt gar nichts, auf Anträge der Lehrerinnen und Lehrer zu warten. Wichtiger ist Handeln! Genau das tun unsere Nachbarbundesländer inzwischen. Sie handeln und prüfen, inwieweit den Lehrerinnen und Lehrern angesichts der Personalnot höhere Bezüge gezahlt werden können.

Es ist höchste Zeit, dass auch die Bildungsministerin aufwacht. Denn nicht nur angehende Lehrerinnen und Lehrer werden bei besseren Arbeitsbedingungen in anderen Bundesländern M-V den Rücken kehren. Es besteht auch die Gefahr, dass Bestandlehrkräfte dahin gehen, wo die Arbeit und der Verdienst am attraktivsten sind, wenn ihre Arbeit hier nicht genügend honoriert wird.

Es ist Zeit, den Kopf aus dem Sand zu ziehen, die Hände aus den Taschen zu nehmen. Frau Ministerin, nutzen Sie die vorhandenen rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten, neue Lehrkräfte zu gewinnen und im Land zu halten, denn Lehrerinnen und Lehrer bleiben nicht, nur weil das Land so schön ist.“


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Pressesprecherin
Claudia Schreyer
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