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Jugendämter finanziell und personell besser ausstatten

Zur bundesweiten Studie der Hochschule Koblenz zur Situation der Jugendämter erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend und müssen auch von der Landesregierung als Signal verstanden werden, umgehend zu handeln. Den Fachkräften in den Jugendämtern fehlt die Zeit, um sich den Fällen mit immer komplexer werdenden Problemen angemessen zu widmen.

Wie die Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage vom Oktober vergangenen Jahres zeigt, betreut eine Fachkraft in M-V rund 50 Fälle. Mehr als die Hälfte der Arbeitszeit wird von Dokumentationstätigkeiten in Anspruch genommen. Damit ist es für die Beschäftigten unmöglich, Fällen von Kinderwohlgefährdung zeitnah und in erforderlichem Umfang nachzugehen. Das ist fatal. Bestehende Strukturen und unzureichende Finanzierung befördern Kindeswohlgefährdung und verlängern unter Umständen das Leiden von Kindern, die Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind.

Die Personalhoheit mag bei den Jugendämtern liegen, doch die Jugendhilfe ist auch abhängig von der Förderung aus Landesmitteln und der kommunalen Finanzausstattung. Die Landesregierung muss gemeinsam mit dem Landesjugendamt für die Behebung der Probleme und die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe sorgen. SPD und CDU müssen die finanziellen Grundlagen schaffen, um Jugendämter finanziell und personell besser auszustatten.“


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Claudia Schreyer
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