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Hunderte Lehrkräfte gehen vorzeitig in Rente

Mehr als 200 Lehrkräfte sind im Schuljahr 2016/2017 vorzeitig aus dem Schuldienst ausgeschieden. Gleichzeitig steigt die Mehrarbeit stetig an. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage hervor (Drs. 7/2321). Dazu erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Und wieder guckt Bildungsministerin Birgit Hesse zu: Jährlich steigen mehrere Hundert Lehrkräfte vor dem Erreichen des Renteneintrittsalters aus dem Arbeitsleben. Sie nehmen lieber Rentenkürzungen in Kauf, als weiterhin zu unterrichten. Die Anzahl ist erschreckend und die Tendenz, vorzeitig auszusteigen, steigt von Jahr zu Jahr.

Das Fehlen von Altersteilzeitangeboten oder Arbeitszeitkonten verjagt diese dringend notwendigen Lehrkräfte vorzeitig. Wir können auf keine einzige Lehrkraft verzichten – das Land muss endlich attraktive Angebote unterbreiten. Ein Arbeitszeitkonto, auf dem jede geleistete Überstunde von der ersten Unterrichtsstunde an gesammelt wird, ist eine Möglichkeit, die Lehrkräfte länger an den Schulen zu halten.

Das Land muss nicht einmal mit Mehrausgaben rechnen, sondern schlicht den Lehrkräften endlich die zusätzliche Arbeit vergüten. Derzeit wird noch nicht einmal ein Drittel aller geleisteten Überstunden vergütet oder als Freizeit gewährt. Diese Lehrkräfte müssen zusätzlich zum ohnehin schon hohen Bedarf der nächsten Jahre ersetzt werden. Vor dieser Tatsache darf die Bildungsministerin nicht länger die Augen verschließen.“


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Claudia Schreyer
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