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Flüchtlinge ausbilden und in Arbeit bringen statt Pflegekräfte importieren

Zur geplanten „Konzertierten Aktion Pflege“ der Bundesregierung erklärt der pflegepolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Maßnahmen zur Bewältigung des sich zuspitzenden Pflegenotstands sind überfällig. Da seit Jahren in diesem Beruf bundesweit Fachkräfte fehlen, werden Pflegebedürftige immer häufiger von ambulanten Pflegediensten abgewiesen und warten immer länger auf einen Heimplatz.

Meine Fraktion fordert seit Jahren eine Ausbildungsoffensive. Dazu gehören insbesondere auch bessere Arbeitsbedingungen und Löhne in der Pflege. Es ist schier unglaublich, dass in M-V Auszubildende an privaten Pflegeschulen immer noch Schulgeld bezahlen müssen. Anstatt auf den Bund zu warten, hätte die Landesregierung diese riesige Hemmschwelle längst beseitigen müssen. Ein Personalschlüssel auch in der Altenpflege sowie ein Flächentarifvertrag für alle Beschäftigten in der Pflege sind zwei weitere Maßnahmen, die längst auf den Weg hätten gebracht werden müssen.

Pflegekräfte aus dem Ausland abzuziehen, wo sie womöglich eine Lücke reißen, ist aus meiner Sicht der falsche Weg. Dagegen bietet es sich geradezu an, jungen Geflüchteten die Chance zu geben, den Beruf zu erlernen – mit der Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Das wäre eine Win-win-Lösung: Die alten Menschen erhielten eine würdige Pflege, die bereits in der Pflege Beschäftigten würden entlastet – und die zu uns Geflüchteten hätten einen Arbeitsplatz, ein wichtiger Baustein für gelingende Integration.“

 


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