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Entgelttransparenz und gerechte Entlohnung herstellen

Anlässlich des Equal Pay Day am 18. März 2019 erklärt der gleichstellungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter:

Wieder ist ein Jahr ins Land gezogen, wieder hat sich am Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern für die gleiche und gleichwertige Arbeit nichts getan. Auch im Jahr 2019 bekommen Frauen im Schnitt 21% weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Frauen arbeiten demnach mehr als 10 Wochen im Jahr für lau. Faktoren wie Zeiten für Familien- und Sorgearbeit, Teilzeitarbeit, der geringere Anteil von Frauen in Führungspositionen aber auch der im direkten Vergleich schlechtere Stundenlohn für gleichwertige Tätigkeiten führen zu dem großen Gehaltsdefizit für Frauen. Der Unterschied setzt sich schließlich durch den gesamten Lebenslauf fort, denn entsprechend gering fällt die Rente aus. Von Altersarmut sind überdurchschnittlich häufig Frauen betroffen.

Dabei muss auch der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland beachtet werden. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 7 Prozent, was allerdings keinen Anlass zur Freude geben kann. Denn hierzulande werden bundesweit durchschnittlich die niedrigsten Löhne gezahlt. Laut Gehaltsatlas für das Jahr 2018 liegt das Lohnniveau in Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich bei 73,4 Prozent, das Durchschnittseinkommen demnach mehr als ein Viertel unter dem der gesamten Bundesrepublik.

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Privat- und Erwerbsleben für Frauen und Männer sind ebenso wichtig, wie konkrete Regelungen zur Entgelttransparenz und Entgeltgerechtigkeit bereits in kleinen und mittleren Unternehmen. Das Entgelttransparentgesetz der Bundesregierung, das erst ab Betriebsgrößen von 200 Beschäftigten gilt, entfaltet hierzulande so gut wie keine  Wirkung und konnte bis heute nicht zu einer Verringerung des Gehaltsunterschiedes beitragen.

Hintergrund:

Der Equal Pay Day bezieht sich auf den Tag, bis zu dem Frauen durch den Gehaltsunterschied im Prinzip kostenlos arbeiten. In Deutschland ist das der 18. März. In Mecklenburg-Vorpommern wäre er am 20. Januar.


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Claudia Schreyer
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