Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Ein Ende des Leids bei Tiertransporten nicht in Sicht

Zur Ablehnung des Antrags „Tierleid beenden – Lebendtiertransporte begrenzen“ erklärt der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Wolfgang Weiß:

„Seit vielen Jahren sind die großen Missstände gerade bei Langzeittransporten lebender Nutztiere bekannt und gut dokumentiert. Obwohl europarechtlich auf acht Stunden begrenzt, dürfen mit Ausnahmeregelungen innerhalb der EU millionenfach Nutztiere viel länger transportiert werden. Zudem sind Exporte in Länder außerhalb des Kontrollzugriffs der EU oder der deutschen Behörden weiterhin erlaubt. Es ist eben viel billiger, Rinder über 28 Stunden und Schweine über 24 Stunden am Stück zu transportieren und vor Ort zu schlachten, als Schlachtkörper in Kühltransporten zu handeln und zu exportieren.

Für den Transport von Zuchttieren zum Herdenaufbau gibt es Alternativen mit Samen- und Eizellentransfer. Deshalb ist es sehr bedauerlich, dass Mecklenburg-Vorpommern nicht dem Beispiel anderer Bundesländer folgt und Transporte in Länder außerhalb der EU aussetzt. Eine strenge Begrenzung der Transportzeiten auf maximal acht Stunden konnte meine Fraktion auch nicht erreichen.

Vor allem die CDU verteidigt damit die falsche Ausrichtung einer überkommenen Agrarpolitik, bei der die Gewinnmaximierung großer Schlachtkonzerne und Tierfabriken im Mittelpunkt steht. Sie ignoriert dabei den Wunsch der Mehrheit der Verbraucher nach regional erzeugten, gesunden Lebensmitteln zu fairen Preisen, von denen die hiesigen Bäuerinnen und Bauern auch leben können. Es wurde heute eine weitere Chance vertan, Tierleid zu verringern und die regionale Landwirtschaft zu stärken.“


PRESSEKONTAKT:
 

Claudia Schreyer
Pressesprecherin


Tel. 0385 / 52 52 502
Fax 0385 / 52 52 547
E-Mail: presse@dielinke.landtag-mv.de