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Crowdfunding: SPD und CDU gaukeln Kulturförderung vor, die nicht möglich ist

Auf der Landeskulturkonferenz des Jahres 2015 brachte der damalige SPD-Kulturminister Matthias Brodkorb erstmals die Unterstützung von kulturellen Crowdfunding-Projekten in M-V ins Gespräch. Die Anschubfinanzierung sollte über das Spendensammeln geschehen, das Land würde dann bei Bedarf nachfinanzieren. Die Regierungsparteien SPD und CDU folgten dieser Idee und schrieben die Unterstützung von Crowdfunding ein Jahr später in ihren Koalitionsvertrag.

Wie erfolgreich das Land M-V bei dieser Art der kulturellen Querfinanzierung gewesen sei, wollte die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Eva-Maria Kröger mit ihrer Kleinen Anfrage „Unterstützung von Crowdfunding-Projekten“ (Drs. 7/4089) herausfinden:

„Jahrelang haben SPD und CDU so getan, als wollten sie kulturelle Crowdfunding-Projekte unterstützen. Angeblich sollte die Kultur im Land gefördert und öffentliche Gelder sparsam eingesetzt werden. Jedoch wussten die Regierungskoalitionen genau, das die Landeshaushaltsordnung es nicht zulässt, Projekte zu unterstützen, deren Gesamtfinanzierung nicht gesichert ist. Trotzdem haben sie im Koalitionsvertrag 2016 den Anschein erweckt, es sei eine Finanzierungsform gefunden, die ‚…experimentelle Kunst- und Kulturprojekte und neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements in der Kultur fördern solle…‘. erklärt Kröger und setzt nach: „Kein einziges Kulturprojekt ist seit 2014 in M-V durch Crowdfunding mit Landesbezug finanziert worden. SPD und CDU haben eine Förderungs-Fata-Morgana installiert - von der sie seit vier Jahren genau wussten, dass sie eine Illusion ist. Was die Landesregierung sich hier geleistet hat, war ein Taschenspielertrick, der die Wünsche und Hoffnungen der freien Kulturszene bedienen sollte.“


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