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Beim Bundesverkehrswegeplan bleibt die Schiene auf der Strecke

Zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke: 

„Es kommt nicht von ungefähr, wenn Bundesumweltministerin Barbara Hendricks moniert, dass im neuen Verkehrswegeplan wesentliche Umwelt-, Naturschutz- und Klimaschutzanforderungen nicht erfüllt sind. 

Lediglich 41 Prozent des Gesamtvolumens entfallen auf Investitionen in die Schiene. In M-V bleibt die Schiene ganz und gar auf der Strecke. Es werde kein Handlungsbedarf gesehen, weil die Verbindungen zwischen den Oberzentren in unserem Land gut bis befriedigend seien. Diese Einschätzung liegt voll daneben. Jede und jeder, der im Land die Bahn nutzt, weiß doch, wie es tatsächlich aussieht. Die Züge zuckeln auf weiten Strecken statt zügig zu fahren. Entweder gibt die Strecke die Geschwindigkeit nicht her, ist das Zugmaterial alt oder es muss pausiert werden, weil der Fernverkehr erst überholen muss. Wenn dann noch ein Zweistundenangebot und im besten Fall ein Einstundenangebot der Maßstab für ein gutes Mobilitätsangebot ist, brauchen wir uns nicht wundern, wenn weniger Menschen mit der Bahn fahren. Auch bei der Erreichbarkeit gebe es angeblich nur geringe Defizite. Die Fahrzeiten in die größeren Städte und zu IC-Bahnhöfen seien in weniger als einer Stunde erreichbar. Auch das ist stark anzuzweifeln. 

Meine Fraktion ermutigt alle Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer, Kammern, Verbände und Vereine, sich aktiv in der anstehenden Öffentlichkeitsbeteiligung einzubringen. In der jetzigen Fassung darf der Plan nicht bleiben. Die eingereichten Maßnahmen, etwa die Erhöhung der Geschwindigkeit im Abschnitt Lalendorf–Neubrandenburg–Pasewalk–Szczecin, mehr Achslast auf der Strecke Kavelstorf–Rostock Seehafen sowie der Wiederaufbau der Darßbahn und der Karniner Brücke dürfen nicht auf den Sanktnimmerleinstag geschoben werden.“


PRESSEKONTAKT:
 

Claudia Schreyer
Pressesprecherin


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