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Aufklärungswille der Katholischen Kirche in M-V zu begrüßen

Zum heutigen Expertengespräch zu den Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche im Sozialausschuss erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Meine Fraktion begrüßt den Aufklärungswillen der Katholischen Kirche im für Mecklenburg zuständigen Erzbistum Hamburg, der sich wohltuend von anderen Erzbistümern in Deutschland unterscheidet.

Die Beauftragte des Erzbistums hat einen umfänglichen Bericht gegeben und bereitwillig Nachfragen beantwortet, wie der Missbrauch in den Jahren 1946 bis 2015 aufgearbeitet wird. Wichtig ist dabei das Bekenntnis, an der Seite der Opfer zu stehen und nicht die Täter schützen zu wollen. Anerkennung, Aufarbeitung und Prävention sind die Grundsätze, mit denen die Kirche Konsequenzen aus dem Leid der Betroffenen ziehen will. Eine maßgebliche Rolle spielen dabei die Rolle der Täter und das geschlossene System Kirche.

Erste Schritte sind bereits eingeleitet. Neben strukturellen Maßnahmen soll eine ‚Kultur der Achtsamkeit‘ etabliert werden. So kann die Aufklärung in der Katholischen Kirche auch für unsere Gesellschaft insgesamt wichtige Erkenntnisse liefern, wie sexueller Missbrauch vermieden und aufgedeckt werden kann. Notwendig sind dafür aber auch Anlauf-, Beratungs- und Opferhilfestellen sowie eine Ausweitung der Verjährungsfristen. Opfer sind oft erst nach Jahrzehnten in der Lage, sich zu offenbaren und den traumatischen Erlebnissen zu stellen, um diese zu verarbeiten.“


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Claudia Schreyer
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