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Aktionsplan Lehrerbildung & Lehrergewinnung nicht nur ankündigen

Zur Personalsituation in den Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Zahl der neu eingestellten Lehrkräfte kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in diesem Jahr an vielen Schulen Lehrkräfte fehlen. Die neuen Kolleginnen und Kollegen können die aufgrund gestiegener Schülerzahlen fehlenden Lehrkräfte und die Bugwelle von hunderten nicht besetzten Stellen bei weitem nicht auffangen. Die aktuell 46 ausgeschriebenen Stellen sind dabei lediglich die Spitze des Eisberges.

Die Landesregierung hat keine Strategie, um der Lage Herr zu werden. Zwingend notwendige Reformen in der Lehramtsausbildung werden seit Jahren auf Arbeitsgruppen verschoben, anstatt sie endlich anzugehen. Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger werden weiterhin ohne Kompaktkurs vor die Klassen gestellt. Die notwendigen Grundkenntnisse erhalten viele von ihnen voraussichtlich erst im kommenden Jahr, wenn sie nach ihrer Zeit im kalten Wasser nicht bereits aufgegeben haben.

Der Lehrermangel ist hausgemacht. Die Landesregierung hat jahrelang tatenlos zugesehen, wie Lehramtsstudenten ihr Studium abbrechen oder ausgebildete Lehrkräfte in andere Länder ziehen. Wir erwarten, dass sich der ‚Aktionsplan Lehrerbildung & Lehrergewinnung‘ nicht in seiner Ankündigung erschöpft. Es müssen unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden, um das Lehramtsstudium wieder zu einem echten Lehrerstudium zu machen. Zudem muss der Beruf in M-V tatsächlich attraktiver werden, damit sich mehr Lehrerinnen und Lehrer für die Arbeit an einer Schule bei uns entscheiden. Die Beratungen für den Doppelhaushalt sind ein geeigneter Zeitpunkt, entsprechende Mittel einzustellen, um die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dann spielt der Lehrkräftemangel, der regelmäßig zum Beginn des Schuljahres Thema ist, vielleicht eines Tages keine Rolle mehr.“


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