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Karen Larisch

Wenn jedem Menschen im Land ein Geschenk von 200 Euro auf das Konto flattert, ist das gleich – aber es ist nicht gerecht! Chancengerechtigkeit in allen Bereichen des Lebens bedeutet, darauf zu achten, dass der Vorteil eines Einzelnen nicht zu einem Nachteil des Anderen wird. Schon gar nicht hat Chancengerechtigkeit etwas mit Gleichheit zu tun. Wir sind nicht alle gleich, wir sind wunderbar unterschiedlich und individuell. Deshalb brauchen wir verschiedene Dinge, um gleiche Chancen
im Leben zu haben. Nur die Betrachtung der einzelnen Bedarfe und mehr individuelle Lösungsansätze
bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung von Migranten, Kindern und Jugendlichen oder Menschen, die von Behinderung betroffen sind, führen zur Beseitigung von Ungerechtigkeit. Die Einbeziehung und Mitbestimmungsrechte Betroffener bei Gesetzesgestaltungen
sind für mich unabdingbar für Chancengerechtigkeit. So benötigen etwa Alleinerziehende völlig andere Betreuungsmöglichkeiten als Familien mit zwei Elternteilen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass
der Gesetzgeber auch solchen Bedingungen Rechnung trägt. Das gilt zum Beispiel auch im Hinblick auf Langzeitarbeitslose, die mehr benötigen als bloß eine Geldleistung. Selbstbestimmte Menschen können ihre Bedürfnisse sehr wohl artikulieren und es ist Aufgabe der Regierenden, diese Anregungen aufzunehmen und zu verarbeiten. Schauen Sie etwa auf die Jugendparlamente: Die gestalten ihre eigene Zukunft – und wer könnte das besser als sie? Wir sind nicht die Bestimmer*innen über Chancen, sondern die Wegbereiter*innen, denen die Betroffenen mit ihren Forderungen die Richtung weisen.

Karen Larischs Pressemeldungen

M-V muss Humanität zeigen – Flüchtlinge unverzüglich aufnehmen

Zur Forderung der Integrationsbeauftragten aus neun Ländern, alle Opfer des Brandes von Lesbos zu evakuieren, erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch: „Bereits seit Monaten macht die Linksfraktion auf die unhaltbaren Zustände auf den griechischen Inseln aufmerksam und fordert energisch Handeln ein. Allein in... Weiterlesen


NSU: Rechte Waffen-Netzwerke und ein Hinweis auf Rauschgift

Zur heutigen Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) zur Aufklärung der Aktivitäten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in M-V erklärt das Ausschussmitglied der Linksfraktion, Karen Larisch: „Die heutige Zeugenvernehmung des Ex-Neonazis Philip Schlaffer bestätigte schlimmste Befürchtungen. In der Szene kursieren... Weiterlesen


Wir haben Platz – unmenschliche Flüchtlingspolitik beenden

Zu den katastrophalen Zuständen in den griechischen Flüchtlingslagern und dem Brand im Lager Moria erklärt die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karen Larisch: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Lage in Moria in eine Katastrophe mündet. Daher ist es wichtig, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig endlich die Bereitschaft... Weiterlesen

Reden im Landtag

Karen Larisch: Demokratische Prozesse respektieren – Verfassung schützen

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, gestatten Sie mir drei kurze Anmerkungen zu dem vorliegenden Antrag. Dass sich der Landtag zur Landesverfassung bekennt, sollte selbstverständlich sein. Allerdings ist dort kaum etwas geregelt über eine Zusammenarbeit der Fraktionen oder der Abgeordneten. Außer der formalen Zusammenarbeit im Ältestenrat... Weiterlesen


Karen Larisch: Geschlechterparitätische Besetzung von Volksvertretungen voranbringen – Parité-Bericht für Mecklenburg-Vorpommern vorlegen

Sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete, mit dem vorliegenden Antrag fordern wir einen Parité-Bericht, um die Situation, die Probleme und Handlungserfordernisse aufzuzeigen, warum Frauen nach wie vor so gering in den Volksvertretungen mitmischen. Es soll ermittelt werden, welche Mechanismen und Hürden es gibt und wie es besser gehen... Weiterlesen


Karen Larisch: Menstruationsartikel sind keine Luxusgüter

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, Frauen bluten doppelt. Und das seit Anbeginn der Zeit. Sie leben mit der Tabuisierung ihrer Menstruation, fehlenden Hygieneartikeln, einer unangemessen hohen Mehrwertsteuer und mit den Vorurteilen und alltäglichen Witzen über die sogenannte „Erdbeerwoche“ oder „rote Flut“. Meine Damen und... Weiterlesen


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