Der agrarpolitische Sprecher der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, wollte in der heutigen Fragestunde im Landtag von der Landesregierung wissen, welche Sicherheitsforschungen zu den Risiken von Langzeitwirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf den Menschen derzeit im Agro Biotechnikum Groß Lüsewitz oder an anderen Einrichtungen im Land stattfinden.
„Im Gegensatz zu häufigen Beteuerungen, dass eine Sicherheitsforschung zum Risiko von Langzeitwirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf den Menschen geben müsse, handelt die Landesregierung nicht“, erklärte Tack, am Donnerstag in Schwerin. „Aus der Antwort der Landesregierung geht hervor, dass es derzeit keine vom Land geförderte und finanzierte Sicherheitsforschung gibt und diese auch nicht vorgesehen ist.“
Nach Ansicht der Linksfraktion ist eine konzernunabhängige Sicherheitsforschung dringend erforderlich. „Die Erforschung der Langzeit-Risiken muss den Menschen dienen und nicht den Profiten von Konzernen“, so Tack. „Auch wenn derzeit keine gentechnisch veränderter Pflanzen im Land angebaut werden, haben wir es trotzdem mit zahlreichen gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln zu tun, von denen wir nicht genug zu Langzeitfolgen wissen.“ Die Linksfraktion fordert die Landesregierung auf, auf diesem Gebiet endlich tätig zu werden.