Die heute bekannt gewordene Rückforderung der Kunstgegenstände aus dem Nachlass der Herzoglichen Familien durch Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff dokumentiert nach Ansicht des kulturpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Torsten Koplin, einmal mehr das kulturpolitische Versagen der Landesregierung.
„Der Ministerpräsident hätte sich viel stärker für den Erwerb und Verbleib der Kunstgegenstände im Land einsetzen und entsprechend zielführend mit der Herzogin verhandeln müssen“, erklärte Koplin am Freitag. Aber trotz mehrfacher Aufforderungen, über die Haushaltsplanung für den Kunstankauf Vorsorge zu treffen, sei dies nicht geschehen. „Kein Wunder, dass die Herzogin den Glauben an ernsthafte Verhandlungen verloren hat“, so Koplin.
Noch habe die Herzogin aber nicht alle Türen zugeschlagen. „Deshalb fordere ich den Ministerpräsidenten, den Kulturminister und die gesamte Landesregierung auf, endlich dafür Sorge zu tragen, dass das kulturhistorische Erbe dem Land nicht verloren geht“, betonte Koplin. Der ironische Seitenhieb der Herzogin, mit dem sie dem Ministerpräsidenten weiterhin viel Glück mit der Kulturpolitik wünscht, komme nicht von ungefähr. „Eine Regierung, die so mit Kunst und Kultur umgeht, braucht sich über Hohn und Spott nicht zu wundern.“