16. November 2011

Studierendenproteste beim Bildungsstreik ernst nehmen

Ein breites Aktionsbündnis hat morgen bundesweit zu einem Bildungsstreik aufgerufen. Auch an den Hochschulstandorten Rostock und Greifwald wird es vielfältige Aktivitäten geben. Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Dr. Hikmat Al Sabty:   

„Die Forderungen nach chancengleicher und kostenfreier Bildung auf allen Ebenen, nach einer Schule für alle, nach Abschaffung von Zugangsbeschränkungen an den Hochschulen oder guten Studienbedingungen sind berechtigt und stehen seit Jahren in der Diskussion.

Grundlegende Änderungen hat es nicht gegeben und sind nicht in Sicht. Vollmundige Versprechungen, wie zuletzt auf dem Bildungsgipfel der Kanzlerin und den Länderchefs, können dringend notwendige Verbesserungen nicht ersetzen. Den Worten müssen endlich Taten folgen.

Deshalb unterstützt die Linksfraktion die Proteste und die Forderungen der Studierenden sowie der Schülerinnen und Schüler. Wenn Banken gerettet werden sollen, sind innerhalb kürzester Zeit Milliarden Euro verfügbar. Plötzlich werden dann auch die eigenen Ansprüche an Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau aufgehoben. Wenn hingegen in Bildung investiert werden soll, ist es genau umgekehrt.

So setzen die Regierenden im Bund und im Land die Zukunft aufs Spiel. Denn nicht die Banken, sondern eine gut gebildete Jugend ist wirkliche Zukunftsvorsorge. Es muss endlich umgesteuert werden.“