Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, fordert den Kultusminister des Landes, Mathias Brodkorb, auf, sich für den Verbleib und den Erwerb der Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus dem Nachlass der Herzoglichen Familie einzusetzen. „Es ist nicht zu akzeptieren, dass Herr Brodkorb offenbar das vorhandene kulturelle Erbe des Landes in den Wind schreiben will“, erklärte Koplin am Mittwoch in Schwerin. Die Landesregierung habe eine Verantwortung für die kulturellen und geschichtlichen Wurzeln des Landes und müsse entsprechend handeln.
„Das kulturhistorische Erbe des Landes ist nicht nur für die Einwohnerinnen und Einwohner identitätsstiftend, es ist insbesondere auch für die Tourismusbranche, die Gäste, die in das Land kommen, von großem Interesse“, betonte Koplin. Es muss daher bewahrt, lebendig erhalten und für alle zugänglich bleiben.
Nach Ansicht von Koplin wäre es ein kulturpolitisches Armutszeugnis, die erforderlichen Mittel zum Ankauf der Kunstgegenstände nicht aufbringen zu wollen. „Es wäre unverantwortlich zuzulassen, dass die Sammlung auf internationalen Auktionen verhökert wird. Auch der Ministerpräsident, der für die Zeit nach den Wahlen neue Verhandlungen mit Erbin Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff angekündigt hatte, steht im Wort und in der Pflicht.“